Die zwei heiligsten Kühe der (meisten) Männer

Um gleich eventuellen #’s oder Protestmärschen von beleidigten „Kronen der Schöpfung“ vorzugreifen:

Ich weiss, es gibt sie, die Männer, die anders sind als der Stereotyp, den ich hier gleich beschreibe.. Und die werden mir es ganz sicher auch verzeihen, wenn ich mal tüchtig in die Klischekiste fasse 😉

Also aufgepasst:

Heilige Kuh Nummero 1:

DAS AUTO…

Jaaaa liebe Männer, Ihr braucht da gar nicht die Augen verdrehen! Ihr wisst genau, dass es stimmt!

Je grösser und mehr PS, desto besser! Allrad ist ein MUSS, getönte Scheiben auch von Vorteil und Reifen bitte so breit, dass man, würden sie nebeneinander stehen, problemlos trockenen Fusses den Rhein überqueren könnte. An der breitesten Stelle. Bei Hochwasser.

Kaum einer Frau wird so viel Aufmerksamkeit geschenkt wie dem auf Hochglanz polierten Potenzhelferlein in der Garage…

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Höchstens wenn die Dame grad neu erobert wurde und noch etwas mehr Beachtung braucht, damit sie nicht zu früh Verdacht schöpft und das Weite sucht bevor die Küche fertig geputzt ist.

Und kaum etwas anderes wird immer noch als Statussymbol benutzt und benötigt. Man beachte nur mal, wie viele ältere Männer sich grosse Protzkutschen kaufen, obwohl sie im Alter gar keinen Bedarf mehr haben. Und auch immer schlechter damit zurechtkommen! Aber, einfache mathemathische Formel: je älter der Mann, desto grösser das Auto! Und dann chronisch mal locker zwei bis drei Parkplätze blockieren, weil man keine Ahnung hat, wie gross die mobile Panzersperre wirklich ist. Und die Rückfahrkamera wird auch nur benutzt, um unauffällig den Frauen nachzuhecheln.

An und für sich ist ja nichts gegen ein Hobby oder eine Leidenschaft einzuwenden… aber leider artet es bei einigen Exemplaren öfter mal aus und sie verbringen mehr Zeit mit dem vierrädrigen Spielzeug als mit der Freundin.

Wie Frau die Aufmerksamkeit wieder zurück erhält, wenn Mann das geliebte Auto zärtlicher behandelt als die Freundin/Frau, ist individuell verschieden.. Wir Ladys haben ja auch so unsere Möglichkeiten..

Muss ja nicht immer gleich die Sexverweigerung oder Hardcore – Handtaschenshopping sein. Beides kann schlussendlich eher kontraproduktiv sein. Schliesslich wollen wir ja auch noch unseren Spass haben und keinen nervenaufreibenden Streit provozieren. Und drüber meckern hilft auch nichts, Männer sind in dieser Beziehung wie Kinder, reagieren trotzig und gehen danach auch noch am Wochenende in die Waschanlage und polieren stundenlang am Lack herum, als ob es um ihr Leben gehen würd. Oder um noch Wichtigeres, wie zum Beispiel ihr anderes bestes Stück…

Also meine Damen, stattdessen einfach mal Interesse am getunten Panzer zeigen und ein bisschen „ooooh“ und „ahaa“ oder, wenns um die neuen Felgen im Wert eines Kleinwagens geht, ein geheucheltes „sieht ja echt krass aus!!“ Dann ist der Gute wieder zufrieden und trennt sich auch mal einen Sonntag Nachmittag von seinem Liebling..

Heilige Kuh Nummer zwei:

FLEISCH

Gebraten, grilliert, geschmort, geschnetzelt, gehackt, am Stück, am Spiess, in Sauce oder roh.. Hauptsache Fleisch liegt auf dem Teller! Möglichst täglich. Heutzutage wird alles gegessen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist! Und was es trotz allem noch auf einen Baum geschafft hat, wird runtergeschüttelt und dann verspeist. Und das Ganze wird dann grossartig „kulinarische Weiterentwicklung“ oder „Eventküche“ genannt.

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Ich kenn zwar einige wenige männliche Vegetarier oder zumindest Wenig-Fleisch-Esser. Doch die Mehrheit der Männer würden in eine tiefe Lebenskrise stürzen und eher auf die Frau/ Freundin als auf ihre tägliche Fleischration verzichten.

Ich erlebe es auch immer wieder, dass Vegi-Männer von Carno-Männer leicht spöttisch belächelt werden. Als ob es ein Zeichen von Unmännlichkeit oder Schwäche wäre, wenn man(n) auf Fleisch verzichtet.

Wobei ich hier mal gestehen muss, dass auch noch viele Frauen immer noch denken, dass man als Vegetarier automatisch Gefahr läuft, an Mangelernährung zu sterben.. Liegt oft, wie vieles andere auch, an der Erziehung. Wer es aus der Kindheit nicht anders kennt, als dass täglich Fleisch auf dem Teller liegt, den kann man sehr schwer davon überzeugen, dass es auch ohne oder zumindest mit weitaus weniger geht. Und dass man dabei trotzdem nicht schwindsüchtig dahinsiecht.

In einigen Ländern gilt es auch heute noch als Zeichen des Wohlstandes, wenn täglich Fleisch gegessen werden kann. Viel Fleisch. Da können sämtliche Ernährungswissenschaftler noch so oft erklären, warum es nicht allzu förderlich ist, zu oft und zu viel Fleisch zu essen.

Grundsätzlich glauben wir ja den Wissenschaftler eh nur dann, wenn es uns grad in den Kram passt und es nicht allzu umständlich oder gar einschränkend ist, etwas zu ändern. Liegt leider in der menschlichen Natur..

Und dass ein Mann seiner Frau oder Freundin glaubt, wenn sie sagt, dass es eigentlich gesundheitlich fast nur Vorteile hat, wenn man(n) seinen Fleischkonsum etwas einschränkt, ist eher unwahrscheinlich. Gerade in der Kategorie Männer, die auch schon bei der ersten heiligen Kuh mittendrin statt nur dabei waren..

Wer argumentiert, dass es heute sehr viele andere Möglichkeiten von Eiweisslieferanten gibt, die auch wirklich gut schmecken, wird kollektiv niedergebrüllt oder ausgelacht. Oder beides.

So gesehen haben sich gewisse Exemplare der männlichen Spezies wirklich noch nicht sehr weit vom Höhleneingang wegbewegt..

Aber liebe Frauen, nicht aufgeben! Ich habe in Wissenschaftsmagazinen gelesen, dass es unter den Männchen unserer Gattung tatsächlich einige wenige gibt, die belehrbar und flexibel in der Nahrungsaufnahme sind.

Ich vermute allerdings, dass sich diese in einer Paralleldimension befinden oder auf ihren Heimatplaneten zurückbeordert wurden…

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